Indien von Yvonne

Eine persönliche Yogageschichte

Ein Hauch von Indien … von Yvonne Klauser

Herzmeditation am Strand-sm
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Indien…wenn ich an dieses wunderbare Land, dem Geburtsland von Yoga, denke, fallen mir als erstes die intensive Energie,  dann natürlich die wunderschöne Natur, die exotischen Gerüche  und die Einfachheit ein, mit der die Menschen dort leben. Im Sommer 2013 zieht es mich schon zum 5. Mal dorthin; diesmal folge ich der Einladung eines indischen Freundes, der mich einlädt, in seiner Yoga Schule in Goa Yoga & Meditation im YTTC  zu unterrichten, und dieses Angebot kann ich natürlich nicht abschlagen – ich brauche dringend einen Tapetenwechsel! Wohnen kann ich bei ihm und seiner Familie, worüber ich mich sehr freue: Die bedeutet ein authentisches Leben in einer traditionellen indischen Familie, die ursprünglich  aus Nordindien stammt… Dort angekommen, kämpfe ich zuerst mal einen Tag gegen den Jetlag, das kenne ich jedoch schon…das hausgemachte indische ayurvedische Essen der Frau meines Freundes bringt mich aber schnell wieder auf die Beine und dann bin ich eigentlich schon topfit und mein Herz lacht in froher Begeisterung darüber, einfach da zu sein.

Die Hügel
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Jeden Tag stehe ich nun vor meinem Yoga Unterricht auf, um zu meditieren. Draußen regnet es am Morgen zu Beginn des Tages oft in Strömen und es ist schön, das Prasseln der Regentropfen und das Aufwachen der Natur bewusst mitzuerleben, während ich gleichzeitig in tiefer Meditation bin. Zu den Tieren baue ich bald eine besondere Beziehung auf: Die Vögel begleiten mich sowieso immer überall hin und oft begegne ich auf meinen langen Spaziergängen auf den Hügeln oder am Strand den heiligen Kühen. Sie sind meistens zusammen unterwegs, wie bei uns eine Familie auf dem Sonntagsspaziergang. Einmal bleibt  der Große stehen, als sie bei unserem Haus vorbeikommen,  schaut mich an, berührt mit seiner Schnauze meinen Arm…ich begrüße ihn, er nickt und setzt dann seinen Weg mit seiner Familie fort. Dass das Bewusstsein der Kühe in Österreich wahrhaft ein komplett anderes ist als unserer Kühe hier, nehme ich erst bei diesem Aufenthalt in Indien wirklich wahr…weil sich während der Jahre, in denen Yoga und Meditation fortlaufend immer wichtiger wurden,  auch mein Bewusstsein geändert  hat.  Meine Meditation mache ich auch oft morgens auf den Hügeln, die ich zu Fuß bequem auf einem schönen Spaziergang durchs Dorf in 25 Minuten erreiche, und die sich in der Monsun Zeit in einem satten Grün präsentieren. Dort zeigen sich mir regelmäßig die sonst so scheuen Pfaus, denen die Hügel gehören zu scheinen.  Niemand außer mir ist so früh unterwegs, so kann ich, auf einem der großen Steine sitzend, ungestört meine Mantras singen und mit meiner Meditation den Tag begrüßen. Abhay spricht von einem Wunder, da die Sonne fast jeden Tag scheint, trotz Regenzeit. Regen in der Nacht, Sonne am Tag…wie beim Universum bestellt. Ich bin glücklich. Obwohl ich – außer Sonntag – jeden Tag Yoga & Meditationsunterricht gebe und zusätzlich bei der Organisation der Yoga Schule mithelfe, bin ich jeden Tag fit und fühle mich voll Energie. Das macht das einfache Leben in Indien, bei dem die wahren Werte noch zählen und man nicht ständig das Gefühl haben muss, man muss eigentlich weiter.  Mein Tag ist ausgefüllt mit meinem Unterricht,  Spaziergängen in der Natur (oft nehme ich Raja, den Hund mit) und mit viel Lachen und interessanten Diskussionen mit meinen Yoga Lehrer Kollegen und Schülern  – neuen Freunden. Die Yoga Lehrer Ausbildung selbst ist interessant und bringt viel Neues– sowohl für die Schüler als auch die Lehrer. Die Yoga Studenten freuen sich auf neue Erfahrungen und ich mich darüber, diese mit ihnen teilen zu dürfen und selbst neue Erfahrungen zu machen.  Immer mehr wird mir bewusst, dass wir alle von wirklich jedem lernen können: von anderen Menschen, den Tieren, der Natur…jede Situation, die im Leben entsteht, ist dafür da, Neues zu lernen, Gelerntes zu integrieren und bewusst(er) zu leben. Das einfache, gute und hausgemachte indische Essen ist ein wichtiger Bestandteil meiner Erfahrung in Indien und rundet meinen wunderbaren Sommer voll Genuss ab. Fernsehen  oder andere modernen Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es nicht, und ich genieße das in vollen Zügen und vermisse es kein bisschen.  Ich hätte dafür sowieso keine Zeit  – ich will meine Reiki Ausbildung  fortsetzen, die ich vor 3 Jahren in Dharamshala in den Himalayas begonnen habe und Reiki Meisterin sein.  Reiki zu geben, macht mir großen Spaß, inspiriert mich zum persönlichen Wachstum und hilft mir gleichzeitig, als Werkzeug Gottes Menschen Heilung zu schenken. Also übe ich viel, gebe meinen Freunden und Schülern Reiki, lese auch viel. Besonders Osho begleitet mich in dieser Zeit, ein wunderbarer indischer Rebell, Philosoph und Mystiker…seiner Zeit war er meiner Meinung nach weit voraus und so wurde er oft missverstanden. Mir geben seine Wort viel Inspiration und helfen mir dabei, achtsam(er) zu leben.

Eine YTTC Teilnehmerin merkt an, wie wunderschön gesund meine Haut aussieht, und ich schaue in den Spiegel und sehe, was sie meint: Das macht das ausgeglichene Leben, die Ruhe, das Essen…einfach alles zusammen. Mein Herz lacht und meine Haut glänzt gesund.
Noch als ich dort bin, weiß ich, was mir am meisten fehlen wird, wenn ich wieder in Österreich bin: Das Leben mit und in der Natur. Obwohl wir hier in Tirol ja zum Glück die Berge vor der Haustür haben, ist es hier leider nicht wirklich möglich, im Einklang mit der Natur zu leben; dafür sind schon alleine die Wände zu dick, die uns vor der Kälte im Winter schützen. Doch worauf ich mich schon sehr freue: Meine neuen Erfahrungen  in meinen Yoga Unterricht im JaYogaStudio einzubauen und etwas vom tiefen inneren Frieden und des Glücks weiterzugeben, welche ich immer spüre, wenn ich Yoga und Meditation ausübe. Und selbstverständlich auf meinen Freund, den ich als einzigen sehr vermisst habe – trotz all der wunderbaren Erlebnisse in Indien! J

Hier zum Abschluss noch eins meiner Lieblingszitate von Osho: „Freiheit ist der Mut, du selbst zu sein.“
Yvonne

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