Yama und Niyama: Finde deine wahre Natur

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Yama und Niyama: Finde deine wahre Natur

(in Englisch folgenden – English Text Follows Below)

Ein Großteil der Yoga Praxis in unserer modernen Gesellschaft beruht darauf, den Körper mit Hilfe von Asanas in verschiedenen Positionen zu dehnen und den Körper zu stärken. Oft wird vergessen, dass Asanas eigentlich eine Methode als Vorbereitung für die Meditation sind. Manchmal wird uns nicht bewusst, dass Yoga als wissenschaftliches System entwickelt wurde, um uns zur Erleuchtung zu bringen.

Ich möchte gern eine kleine Einführung in einen wichtigen Bestandteil von Yoga schreiben – Yama und Niyama – welche bekannt sind als die 2 ersten wichtigen Schritte in den 8 Pfaden des Yoga, welche uns von Patanjali, der vor über 2000 Jahren gelebt hat, geschenkt worden sind. In seinen Werken, genannt Die Yoga Sutras, erklärt er uns, dass es sogar vor der Yoga Praxis mit den Asanas unumgänglich ist, ein moralisches und ethisches Leben zu leben, um einen Fortschritt in unserer spirituellen Evolution in Richtung Frieden und Erleuchtung zu machen.

Die 8 Pfade von Patanjali werden deshalb so genannt, weil es tatsächlich 8 Schritte oder Entwicklungsstufen gibt, welche wie die Äste eines Baumes miteinander verknüft sind. Es sind 8 Anweisungen oder Gesetze, die befolgt werden müssen, um durch Yoga ein besseres Leben zu leben. Meiner Erfahrung nach sind die Yamas und Niyamas die Wurzeln im Baum unseres spirituellen Lebens. Und während wir diese lernen und praktizieren (Es gibt 10 Yamas/Niyamas) wachsen wir schneller und bewusster in die anderen Äste.

yama

Yama ist unser soziales Verhalten in der Gesellschaft. Dies hilft uns, auf andere und die Welt um uns zu reagieren. Es gibt moralische Prinzipien. Machmal werden sie Vermeidungen genannt – die Dinge, die unseren Geist von Schuldgefühlen, Angst und Zorn reinigen und pur machen. Es gibt 5 Yamas:

  • Keine Gewalt (Ahimsa): Verletze kein anderes Lebewesen in Gedanken oder Tat
  • Wahrheit und Ehrlichkeit (Satya) Lüge weder andere noch dich selbst an
  • Nicht Stehlen (Asteya): Stiehl weder materielle Objekte (wie z.B. eine Geldtasche noch Ideen oder die Aufmerksamkeit von anderen weg
  • Kein Verlangen )Brahmacharya): Vermeide unbedeutende sexuelle Zusammenkommen und, wie der bekannte Lehrer B.K.S. Iyengar sagt, “sieh die Göttlichkeit in allem und allen)
  • Kein Besitz (Aparaigraha): Sei frei von Gier, Sammeln und Anhäufen von Gegenständen. Mach dein Leben so einfach wie möglich.

niyama

Niyama ist die innere Disziplin und Verantwortlichkeit und auch, wie wir uns selbst behandeln. Die Niyamas werden manchmal Beobachtungen genannt – die Dinge, die wir für uns selbst machen, um unsere Evolution zu nähren und zu pflegen.  Es gibt 5 Niyamas :

  • Reinheit (Shauca): Praxis der fünf Yamas (sie oben), die helfen, negative körperliche bzw. geistige Blockaden zu lösen. Halte dich selbst, deine Kleidung, deine Umgebung sauber. Iss frisches und gesundes Essen und behandle deinen Körper wie einen Tempel.
  • Zufriedenheit (Santosha):  Sei glücklich mit dem, was du hast und du wirst glücklich sein. Suche dein Glück im jetzigen Moment, nimm Verantwortung dafür an, wo du im Leben und akzeptiere den Fluss des Lebens.
  • Entbehrung (Tapas):Diszipin von Körper, Sprache und Geist. Der Zweck, Selbstdisziplin zu entwickeln ist nicht der, ein Mönch zu werden, sondern den Geist und Körper für höhere spirituelle Absichten und Ziele zu kontrollieren und dirigieren.
  • Studieren von heiligen Texten (Svadhyaya) Studiere heilige Texte – dies können alle Bücher sein, die dich inspirieren und lehren, ein bewusstes Leben zu leben.
  • Lebe mit einem Bewusstdein des Göttlichen (Ishvara-pranidhana): Gib dich Gott, Jesus, Buddha oder jenem hin, was du als höhere Göttlichkeit oder höhere Kraft ansiehst. Für manche wird die Natur diese höhere Macht, mit der sie sich verbinden. “Lass los und lass Gott” werden mehr und mehr das Zentrum deines Lebens.

Wie bei so vielen anderen Dingen in unserem Leben entdecken wir, dass, wenn wir beginnen, Yoga zu praktizieren, wir am Anfang nur einen kleinen Teil davon sehen und erkennen können. Yoga ist für mich noch viel wertvoller geworden, seit ich begonnen habe zu lesen, studieren und die anderen Elemente des so reichen Yoga Systems des Leben zu leben. Außerdem glaube ich, dass die Yoga Praxis, speziell die Ideen von Yama und Niyamas helfen, den Geist zu befreien und die wunderbare Seele in uns zu entdecken, unsere wahre Natur.

– Narayan (Doug) 2013.

<English Version>

Yama und Niyama: Finding your True Nature

So much of yoga practice these days is focused on the asanas – the movement of the body into positions that stretch the body.  We might not know that the asanas are simply considered to be a method of preparing the body for meditation.  Sometimes we are not even aware that Yoga was developed as a scientific system of thought to bring us to enlightenment.

I wanted to write a short introduction to an aspect of Yoga – the Yama and Niyama – which are the first two steps in what is known as the Eight-Limbed Path, proposed by Patanjali over two thousand years ago.  In his work, referred to as The Yoga Sutras, he proposed that even before yoga asanas (body movements), we must live a moral and ethical life in order to make progress in our spiritual evolution towards peace and enlightenment.

It is called the eight limbs of Patanjali because there are actually eight stages or steps, and they intertwine like the branches of a tree in the forest. These aren’t commandments or laws but they are Patanjali’s suggestions for living a better life through yoga.  In my experience, I have found that the Yamas and Niyamas are the roots of the tree in our spiritual life.  And as we learn and practice these principles (there are 10 of them), we sprout and grow into the other “limbs” more quickly.

yama

Yama is social behavior.  This helps to guide you to respond to others and the world around you. These are moral principles. Sometimes they are called the avoidances – the things that help keep your mind clean and pure from guilt, fear and anger.  There are five yamas:

  • Nonviolence (ahimsa). Do no harm to any creature in thought or deed.
  • Truth and honesty (satya). Do not lie to others or to yourself.
  • Nonstealing (asteya). Do not steal material objects (like a wallet) or intangible things like ideas or the attention away from others.
  • Nonlust (brahmacharya). Avoid meaningless sexual encounters and, as the well-known teacher B.K.S. Iyengar puts it, “see divinity in all.”
  • Nonpossessiveness (aparigraha). Be free from greed, hoarding, and collecting. Make your life as simple as possible.

niyama

Niyama is inner discipline and responsibility, and how you treat yourself. These are sometimes called observances – the things we do for ourselves to nourish our evolution. There are five niyamas:

  • Purity (shauca). Practice of the five yamas (above), which help clear away the negative physical and mental states of being. Keep yourself, your clothing, and your surroundings clean. Eat fresh and healthy food, and treat your body like a temple.
  • Contentment (santosha). Finding happiness with what you have and who you are. Seek happiness in the moment, take responsibility for where you are, and accept life on life’s terms.
  • Austerity (tapas). This is about discipline in body, speech, and mind. The purpose of developing self-discipline is not to become a monk, but to control and direct the mind and body for higher spiritual aims or purposes.
  • Study of the sacred text (svadhyaya). Study sacred texts – which are whatever books become relevant to inspire and teach you. This can change your outlook on life.
  • Living with an awareness of the Divine (ishvara-pranidhana). Be devoted to God, Buddha, or whatever you consider divine or your higher power.   For some, Nature becomes the higher power they connect with. “Let go, and let God” become more the center of your daily life.

Like so many other things in life, when we begin a practice or path such as yoga, we sometimes discover that we are only seeing or using a little piece of it.   Yoga has become a much more expansive place to learn since I began to read, study and practice other elements of this wonderfully rich system of living.   I also believe practicing yoga, especially the ideas of the yama and niyamas, helps to free my mind and to uncover the beautiful spirit that lies within each of us, our True Nature.

– Narayan (Doug), 2013

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